3 Gedanken zu „Zen: Die unlehrbare Lehre“

  1. 7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Der Zeigefinger, 1. Oktober 2015
    Rezension bezieht sich auf: Zen: Die unlehrbare Lehre (Gebundene Ausgabe)
    Es gibt viele überlieferte Äußerungen von Zen-Meistern was Zen sei: Zen ist Zen; Zen ist nicht Zen; die Zypresse im Garten; drei Pfund Flachs;
    leere Weite- nichts Heiliges usw. Verstehen tun wir das wahrscheinlich nicht, weil wir eben nur das verstehen, was wir sowieso schon verstehen.
    Stephan Schumacher nennt es “Die unlehrbare Lehre “, sozusagen.
    “Der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond.” Das wissen wir, und doch schauen wir auf den Mond, wenn er uns gezeigt wird “.
    Stephan Schuhmachers Buch ist ein solcher Finger – nicht der “Eine Finger” Guteis, der ohne Worte auskommt – aber doch ein wertvoller Hinweis auf etwas, in das zu vertiefen sich lohnt, gleich ob man Erfahrungen diesbezüglich hat oder nicht.Vielleicht erkennt man beim Lesen, daß die Widersprüche, die scheinbar unüberwindlich sich zeigen, wesentlich sind.
    In vedischen Texten gibt es oft eine angehängte Silbe ” iva “, die man mit sozusagen übersetzen kann. Stephan Schuhmachers Buch ist
    in diesem Sinne sozusagen lesenswert.
    P.S. Meine Katze schaut immer nur auf meinen Finger, wenn ich ihr den Mond zeigen will.

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  2. 5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein Lesevergnügen für Zen-Einsteiger und mehr, 18. August 2015
    Rezension bezieht sich auf: Zen: Die unlehrbare Lehre (Gebundene Ausgabe)
    Stephan Schuhmachers bibliophil gestaltetes Buch bietet eine schwungvoll geschriebene Nacherzählung dessen, wie Zen sich selbst versteht. Es will neugierig machen – und tut es auch – und leistet zugleich mit seiner überall durchscheinenden Eindringlichkeit mehr, als nur oberflächliche Neugier zu befriedigen. Zwischen einleitenden Spitzen gegen die derzeitige Vermarktung des Begriffs Zen und einer abschließenden Warnung vor möglicher Verflachung in der „Weitergabe der Lehre“ breitet der Autor die ganze Fülle der Aspekte aus, die das von den Vertretern der im Westen einflussreichen Sambôkyôdan-Bewegung propagierte Zen ausmachen. Das Besondere an dieser Bewegung ist das Bemühen, die in Japan immer noch strikt getrennten Richtungen des Rinzai- und Sôtô-Zen zu vereinen, ein Bemühen, das sich auch in Stephan Schuhmachers Buch niederschlägt: einer Hommage an seine verstorbene Lehrerin Brigitte D’Ortschy, die als eine der Ersten das Zen von Hakuun Yasutani und Kôun Yamada nach Deutschland gebracht hat.

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  3. 4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein Buch zu Zen – ein seltener Schatz, 5. Oktober 2015
    Von 
    S. Sachs (Süddeutschland) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Zen: Die unlehrbare Lehre (Gebundene Ausgabe)
    Es gibt heute sehr viele Bücher über Zen. Dies ist ein Buch zur Zen-Praxis, eine Anregung Zen zu üben, anstatt noch mehr darüber zu lesen. Es war schon einmal als Paperback erschienen, nun liegt es endlich als überarbeitete Neuauflage vor, mit Bildern, die den Gehalt der Texte noch lebendiger werden lassen.
    Stephan Schuhmacher beschreibt die Entstehung des Buddhismus in Indien, den Transfer nach China als Chan-Buddhismus und nach Japan als Zen-Buddhismus. Dabei ist der Text leicht zu lesen und immer wieder spürt man die fachlich-wissenschaftliche Kompetenz des Autors und seine persönliche Liebe zu Zen. Sein Name steht eigentlich mehr für sehr gute Übersetzungen, die nicht nur aus dem Englischen erfolgen, sondern die Urtexte im Kontext der jeweiligen Zeitalter einbeziehen.
    Dieses Buch ist eine profunde und wertvolle Ahnengalerie dessen, was im letzten Jahrhundert als Zen nach Europa kam. Die Charaktere sind sehr greifbar beschrieben und der Autor unterstreicht die Widersprüchlichkeit alter Koan-Texe sehr klar und mit einer erfreulichen Leichtigkeit. Keine belehrenden Erklärungen oder Interpretationen nehmen dem Leser das eigene Denken ab oder versuchen das Paradoxe „leicht verdaulich“ zu gestalten. Der Autor lässt den Leser tief in die Fragestellungen des Zen eintauchen und dabei die Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit der alten Meister spüren. Dabei spart er nicht mit Kritik an den heute vielfach kommerzialisierten Formen des Zen.
    Wer fundiert wissen will, woher Zen kommt, welche Entwicklung in mehr als zwei Jahrtausenden statt gefunden hat und welche Spannungen schon immer in diesem Übungsweg gelegen haben, erhält mit diesem Buch einen guten und tiefen Einblick in bemerkenswert dichter und leicht lesbarer Form.
    Da heutige Literatur oft nur wenige Gedanken auf mehrere hundert Seiten aufbläst, oder mit vielen Worten nur Werbung für eine marginal neue Variante eines alten Themas macht, ist dieses Buch für mich ein echter Schatz, den ich vorbehaltlos weiterempfehle. Solche Bücher sind selten geworden.

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