Ratgeber Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung: Informationen für Betroffene und Angehörige (Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie)

Ratgeber Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung: Informationen für Betroffene und Angehörige (Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie)

Ratgeber Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung: Informationen für Betroffene und Angehörige (Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie)

Unverb. Preisempf.: EUR 8,95

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3 Gedanken zu „Ratgeber Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung: Informationen für Betroffene und Angehörige (Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie)“

  1. 17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Rezension, 6. Oktober 2014
    „… man [kann] sich das Gedächtnis wie einen Schrank vorstellen. Alltägliche Erinnerungen werden in diesem Schrank abgelegt, in dem sie zunächst ordentlich gefaltet (d.h. verarbeitet) und dann an den passenden Ort eingeordnet (d.h. mit ähnlichen Erinnerungen und relevanten Informationen verbunden) werden. Daher können diese Erinnerungen bei Bedarf wieder hervorgeholt werden, sie fallen aber nur selten von alleine aus dem Schrank heraus. Die Speicherung der Traumaerinnerung im Gedächtnis kann hingegen mit der Situation verglichen werden, dass viele Dinge ungeordnet ganz schnell in diesen Schrank hineingeworfen werden, so dass man die Tür nicht ganz schließen kann. Die Tür wird daher häufig aufgehen, und die Dinge werden wieder aus dem Schrank herausfallen.“
    (S. 28)
    Genau das ist es, was Menschen nach einem Trauma immer und immer wieder berichten und erleben. Dass dieser Schrank, der in Momenten des Entsetzens und der Verzweiflung mit unzähligen Wahrnehmungen, Eindrücken, Gedanken und Empfindungen „vollgestopft“ wurde, immer wieder aufplatzt und alles herausfällt. Genauso ungeordnet, wie es „hineingestopft“ wurde. Ohne Zeitplan und oft ohne jede Vorwarnung.
    Was bezeichnet man als Trauma? Wie reagieren wir, wenn wir etwas extrem Belastendes erlebt haben? Wie kommt es dazu, dass etwa 8% der Gesamtbevölkerung irgendwann im Laufe ihres Lebens eine Posttraumatische Belastungsstörung haben?
    Diese Fragen und mehr beantworten Ehring und Ehlers in ihrem kleinen Ratgeber. Sie richten sich gezielt an Betroffene und erklären auf einfühlsame Weise, wie sich die seelischen Folgen eines Traumas äußern; zu welchen Reaktionen es kommen kann und warum manche von diesen Reaktionen nicht von alleine weggehen. Sie geben hilfreiche Tipps, verwenden viele gute Beispiele und berufen sich auf aktuelle Forschungsergebnisse.
    Der Ratgeber ist in vier Kapitel unterteilt und gut strukturiert. Die ersten drei Kapitel beschäftigen sich damit zu erklären, (1) was eine Posttraumatische Belastungsstörung ist, (2) wie sie entsteht und warum sie nicht von alleine weggeht, und (3) was man dagegen tun kann. Das vierte Kapitel richtet sich direkt an Angehörige und gibt hilfreiche Tipps, wie man Freunde oder Familienmitglieder bestmöglich in einer solch schwierigen Zeit unterstützen kann. Auf den letzten Seiten verweisen die Autoren auf hilfreiche Einrichtungen, Informationsmöglichkeiten, Internetseiten und andere empfehlenswerte Bücher.
    Besonders gut hat mir gefallen, dass die Beispiele von anderen Trauma-Überlebenden klar vom Fließtext abgegrenzt sind. So kann der Lesende entscheiden, ob er den Abschnitt überspringen möchte, wenn er Gefahr sieht, dass das Beispiel den eigenen „Erinnerungs-Schrank“ wieder aufreißen könnte. Außerdem gibt es immer wieder kurze Zusammenfassungen, die in Stichworten die wichtigsten Informationen zusammenfassen.
    Ehring und Ehlers schaffen es, dem Leser immer wieder Mut zu machen und betonen, dass eine Posttraumatische Belastungsstörung gut behandelbar ist. Wie eine Behandlung aussehen kann, ob medikamentös oder psychotherapeutisch, beschreiben sie ausführlich im dritten Kapitel. Die Informationen über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten sind sehr hilfreich, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die Autoren noch näher darauf eingehen, wo und wie man am besten einen geeigneten Therapeuten finden kann (dazu gibt es im hinteren Teil ein paar wenige Hinweise).
    Alles in allem vermittelt dieser Ratgeber auf gerade mal 70 Seiten hilfreiche Informationen, praktische Tipps und fundiertes Wissen auf einfühlsame, leicht verständliche Art und Weise. Er bietet Betroffenen, sowie Angehörigen einen guten Überblick über Traumafolgen und mögliche nächste Schritte, ohne dabei zu vergessen, dass jeder Mensch und jedes Trauma verschieden sind. Nicht zuletzt erinnert er Betroffene und Angehörige immer wieder daran, dass es Hoffnung gibt und der „Erinnerungs-Schrank“ auch wieder aufgeräumt werden kann. Dabei darf man sich gerne helfen lassen.
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  2. 3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Lesenswert, insbesondere für Angehörige, 6. Juli 2016
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Ratgeber Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung: Informationen für Betroffene und Angehörige (Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie) (Taschenbuch)
    Dieses Buch hat mich dabei unterstützt, einen Menschen besser zu verstehen, der mit den beschriebenen Problemen zu kämpfen hat.
    Es ist kurz, bündig und für jeden verständlich geschrieben und nicht unnötig mit zu vielen Information überladen. Es bietet zusätzlich auch Lösungsmöglichkeiten, die man durchaus umsetzen kann.

    Für einen Betroffenen ist das Buch allerdings mit Vorsicht zu genießen, da es hier nicht um Heilung geht, sondern um die Beschreibung und Auswirkung einer Posttraumatischen Belastungsstörung.
    Die deutlich, klaren Worte, obwohl sie Einfühlsam und mit viel Verständnis geschrieben wurden, können möglicherweise belastend wirken. Das wissen die Autoren auch, und empfehlen den Betroffenen das Buch langsam zu lesen und sich so viel Zeit zu nehmen wie benötigt wird, um die Informationen zu verarbeiten.

    Schließe mich somit den positiven Bewertungen an und kann es wirklich jedem empfehlen der in diese Thema einsteigen möchte.

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  3. 10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Für Angehörige & Betroffene…, 21. Dezember 2013
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Ratgeber Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung: Informationen für Betroffene und Angehörige (Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie) (Taschenbuch)
    ist dieses Buch mehr als empfehlenswert. Es ist auf dem neusten Stand der Dinge und gewiß wird es in ein paar Jahren wieder Bücher über das thema geben, aber die Forschung hört nie auf und ich als Betroffene bin froh, wenn man auf dem neusten Stand der Dinge informiert ist.
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